Von unserem Mitarbeiter Hans Christof Wagner
REITEN. Am Ende war es ganz knapp. Mit nicht einmal
zwei Sekunden Vorsprung holte sich am Sonntag Nicole Schwarz den Sieg beim
Großen Preis von
Bad Krozingen. Auf Winnetou blieb die 17-Jährige vom RFSV Kenzingen
in der Siegerrunde des S-Springens fehlerfrei und hatte mit 38,29 Sekunden
auch die schnellste Zeit vorzuweisen. Der Wettbewerb bildete den Höhepunkt
des vom RV St. Georg in Bad Krozingen ausgerichteten "Vita-Classica-Reitturniers" .
Auch Rebecca Trefzger (RV Schopfheim) blieb im Stechen auf Copacabana fehlerlos. Doch mit 40,19 Sekunden reichte es "nur" für den zweiten Platz. Auf Rang drei mit 42,29 Sekunden ritt Patrik Majher (RVF Schwenningen) sein Pferd Elektra. 26 Paare gingen in der dem Stechen vorausgehenden S-Springprüfung an den Start.
Parcours-Chef Kurt Braunschweig hatte einen anspruchsvollen und doch den Pferden freundlichen Parcours mit immer wieder neuen Linien und großen Distanzen gebaut. Größte Herausforderung war die dreifache Kombination mit einem Oxer. Es galt, 1,45 Meter Höhe und 1,50 Meter Weite zu überwinden. Der favorisierte Hans-Dieter Dreher (RV Dreiländereck) handelte sich auf Carabanga beim Reißen am Oxer vier Strafpunkte ein und auch sein Ritt auf Lasandro blieb nicht fehlerfrei. So reichte es nicht für den Einzug ins Stechen. Und das nachdem Dreher am Tag zuvor auf C'est la vie mit 59,77 Sekunden die Zeitspringprüfung in der Klasse S für sich entschieden hatte.
Zwar musste Rebecca Trefzger am Sonntag auf Celine beim letzten Hindernis auch vier Fehlerpunkte hinnehmen. Doch auf Copacabana und Laszlo blieb sie jeweils fehlerfrei. Weniger glücklich war die Lokalmatadorin Rebbeca Siller (RV St. Georg Bad Krozingen). Sie musste acht Fehlerpunkte hinnehmen und verpasste somit die Siegerrunde. Doch es kamen mit Nicole Schwarz, Rebbeca Trefzger, Patrik Majher und Markus Schindler (auf Campino) nicht nur die ohne Fehler weiter. Für Ulrike Riegger (Gina/RV Hüttental) und Mathieu Gass (Nouvelle/RV Dreiländereck) reichte es mit 3,5 und vier Fehlerpunkten auch noch. Thomas Teufel (RC Altenheim) auf Sultan hatte sich ebenfalls qualifiziert. Doch trotz dreimaligem Aufrufen seitens der Turnierleitung blieb Teufel der Siegerrunde fern.
Mehr als 500 Reiter und 1300 Nennungen — das Vita-Classica-Turnier in Bad Krozingen wächst von Jahr zu Jahr. 2005 hatte der RV St. Georg mit einem S-Springen begonnen. Seit vergangenem Jahr sind es zwei. Auch Richter Heinrich Böttner aus Nordrhein-Westfalen, der seit 2005 beim Turnier wertet, äußerte sich begeistert über die Organisation und die Atmosphäre an den drei Wettbewerbstagen. Böttner: "Ein Turnier mit Herz" .
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